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„The Liechtensteiners“, wie wir überall genannt werden, hatten zwei sehr tolle und inspirierende Tage in Wiesbaden. Eine kleine AHA-Bus-Panne zwang uns auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel umzusteigen und dank eines anderen nach Wiesbaden fahrenden Autos, kamen Christof und Claudio nicht zu spät zum Treffen mit dem Grameen Creative Lab. Die anderen vier Gestrandeten konnten von Memmingen aus mit dem Zug ans Ziel fahren. So sahen wir sogar Ulm, Stuttgart und Mainz, an denen wir sonst ohne Skrupel vorbeigefahren wären. Und dort hatten wir ausserdem die Möglichkeit Frisbee und Gitarre zu spielen, und Deutschland davon zu überzeugen, dass wir doch ein Bisschen cool sind. Abends traf man sich dann im Perfect Day, das für uns extra noch schnell von Dominique geöffnet wurde. Er organisierte uns auch die Schlafgelegenheiten – vielen Dank dafür!

Tag Nummer zwei begann unspektakulär im Perfect Day bei einem grossen Käterlifrühstück. Der Tag wurde mit Sightseeing und Frisbeespielen verbracht. Abends dann gingen alle in den Schlachthof, um den Grund unserer Anwesenheit in Wiesbaden zu sehen: Professor Yunus. Seine Rede vor den über 1000 Menschen war inspirierend und auf jeden Fall werden uns einige der Zitate in unseren Köpfen bleiben. „You banks keep your rules, I’ll take the money“ war zum Beispiel eines der Highlights.
Gabi, Chistof und Sacha mussten sich an diesem Abend leider von den anderen drei Mitgereisten trennen, um die Nacht über, gemeinsam mit Sandra (die vom Fürstenfest!), nach Berlin zu fahren.

Für Stephan, Claudio und Tito bedeutete der folgende Tag die Heimreise (im Zug) und für uns anderen drei bedeutete er ein Weitermachen in Berlin. Da wir nur noch halbe Manpower hatten, wussten wir, dass wir nun umso mehr Gas geben mussten. Also machten sich the Liechtensteiners nach einem kleinen Nickerchen auf ins Palomar5-Camp – eine ganz tolle und inspirierende Sache. 36 junge Menschen aus aller Welt verbringen in einem Fabrikgebäude in Berlin sechs Wochen, um Ideen und Visionen für eine zukunftsweisende Zukunft zu entwickeln und zu leben. Christof und Sandra bereiten hier, zusammen mit zwei anderen vom Grameen Creative Lab,  an die 15 Palomar5-Teilnehmer auf einen Slot beim VisionSummit vor. Mit viel Spass, neuen Eindrücken und einem unerklärlichen „die-Welt-ist-vielleicht-doch-noch-nicht-verloren“-Gefühl bezogen wir unser Berliner Nachtlager bei Christofs Freund Hanni, den wir alle noch vom Fürstenfest kennen (siehe Video: der Benefactum-Geburtshelfer).

Liebe Grüsse aus Berlin!!

Liebe Leser, Interessierte, Motivierte, Inspirierte und Benefactierte

Da die Autoren dieses Blogs morgen nach Wiesbaden und am Freitag nach Berlin weiter ziehen, ist es möglich, dass ihr in der nächsten Woche nicht allzuviel von uns zu lesen bekommt. Wir bemühen uns aber, euch über die Geschehnisse auf dem Laufenden zu halten und werden natürlich auch exklusiv von Yunus’ Vortrag in Wiesbaden und dem Vision Summit in Berlin berichten.

Auf eine spannende Woche!
Dein Beneblog

berliner-mauerDie Idee ist so einfach. So passend. Und doch ziemlich verrückt. Der britische Performance-Künstler Martin Butler, 39, und die Friedrichshainer Designerin Leigh Haas, 36, wollen am 9. November (zum 20-jährigen Jubiläum des Falls) die Mauer wieder aufbauen – nicht aus Steinen, sondern mit Menschen. Und anschließend gleich wieder einreißen.

Konkret geht es um den Verlauf der Mauer in Berlin, 47 Kilometer sind es von Lübars bis Rudow. Ihre Vision: Am Abend des 9. November sollen 47 000 Menschen Hand in Hand genau auf dieser Linie stehen. Der Plan: Die Teilnehmer verabreden sich im Internet, besprechen die Treffpunkte für Gruppen aus 470 Leuten, stellen sich um 20 Uhr auf und streben nach einer halben Stunde wieder auseinander.

Die Benefactum-Mitglieder, die dann in Berlin sind, werden auf jeden Fall mitmachen. Mehr Informationen und Anmeldung gibt’s auf mauer-mob.com.

ashokaAshoka Deutschland bietet ab dem 18. Januar 2010 (oder später) eine Praktikumsstelle in seinem Berliner Büro an. Hierfür suchen sie einen hoch motivierten und breit ausgebildeten Menschen, der Lust hat das Thema Social Entrepreneurship in Deutschland voranzutreiben. Das Praktikum wird mit 400 Euro/Monat vergütet. Genauere Informationen entnehmen Sie bitte der Anlage oder finden Sie unter folgendem Link.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Michael Vollmann: mvollmann@ashoka.org; Tel: 089/5549 3252.

Zu Ashoka:
Ashoka – Innovators for the Public – ist ein weltweit tätiger sozialer Investor mit philanthropischem Risikokapital. Ashoka sucht und fördert seit 1980 in fast 70 Ländern Social Entrepreneurs – Frauen und Männer, die mit innovativen Konzepten gesellschaftliche Probleme lösen. Ashoka Fellows erhalten finanzielle Unterstützung, Beratung und Anschluss an Netzwerke, damit sie ihre Innovation verbreiten können. Mehr Informationen über Ashoka finden Sie unter folgendem Link.

StengerMichael Stenger hebt eines der verborgensten und meist unterschätzten Potentiale eines Landes:  die Motivation junger Flüchtlinge, ein produktiver Teil der Gesellschaft zu werden. Mit der Gründung der SchlaU (Schulanaloger Unterricht)-Schule, einer Münchner Privatschule der besonderen Art, erreicht er die wohl chancenlosesten jungen Menschen in Deutschland: Junge Asylanten zwischen 16 und 18, die unter oft traumatischen Bedingungen nach Deutschland gekommen sind und dort weder Schulrecht genießen noch arbeiten dürfen. Häufig unter Druck, die zurückgebliebene Familie ernähren zu müssen, driften sie schnell in die Illegalität ab. SchlaU schafft eine Alternative: Ein breites externes Netzwerk aus Psychologen, Sozialpädagogen, Anwälten und Freiwilligen befähigt SchlaU-Schüler, junge Asylanten aus aller Welt, nicht nur in 2 Jahren deutsch zu lernen, sondern in der gleichen Zeit auch noch einen berufsqualifizierenden Schulabschluss zu erreichen. 100% der Absolventen bestanden im Jahr 2009 bei einer externen Prüfung an staatlichen bayrischen Hauptschulen ihren Abschluss – und das, obwohl Michael Stengers Schule pro Schüler deutlich billiger ist als der staatliche Counterpart.

Damit hat Michael Stenger ein Beispiel für vorbildhafte interkulturelle Pädagogik geschaffen, das jetzt schon weite Kreise zieht. Zudem erbringt SchlaU jährlich den Beweis für das ungeheure Potential eines jeden Menschen, egal welcher Herkunft und Vorgeschichte. Michael Stenger arbeitet an der Ausbreitung seines Schulkonzepts nach Nürnberg, Berlin und darüber hinaus. Schon jetzt hat er durch seine Arbeit die Asyl- und Flüchtlingspolitik nicht nur in Bayern entscheidend mitbeeinflusst. Vielleicht sollte sich auch unser Land ein Beispiel daran nehmen?
Michael Stenger wurde in diesem Jahr zu einem der Ashoka Fellows Deutschland gewählt.

Im Land der Tubabs ist alles grösser, besser und schneller! Die Tubabs fangen mehr Fische als sie selbst essen können und wissen immer ganz genau wie spät es ist. Man sagt, dass die Menschen in ärmeren Ländern viel von den Tubabs lernen können! Denn die Tubabs erbringen immense Leistungen und endlosen Fortschritt. Auch Binta hat das erkannt und schildert uns in folgendem Video ihre grossartige Idee.

Global Change 2009 ist ein Film (mit dazugehöriger Community) der aufzeigt, dass uns in der aktuellen Weltwirtschaftskrise solvente privatwirtschaftliche Schuldner fehlen, welche die gigantischen Sparvermögen wieder in die Realwirtschaft tragen. Geht das zuviel gesparte Geld wieder in die Realwirtschaft  ist die Krise vorbei, behaupten die Filmemacher.

Laut Global Change 2009 haben wir im Bezug auf eine Linderung der Weltwirtschaftskrise derzeit prinzipiell nur folgende 3 Varianten zur Auswahl:

  1. Der Staat kann das Geld selbst in die Realwirtschaft ausschütten.Dies in dem er sich noch extremer verschuldet. Das Problem dabei sind neben den Fehlsteuerungen staatlicher Ausgaben die drohenden  Staatsbankrotte und Bürgerkriege!
  2. Man kann das Geld durch hohe Renditen in die Realwirtschaft  locken.Hohe Renditen sind in der Weltwirtschaftskrise 2009 nicht in Sicht  oder wählen wir den „Klassiker“ mit Rüstung, Krieg und Wiederaufbau?
  3. Man kann das Geld durch Marktwirtschaft zurück  in die Realwirtschaft bringen. Dies in dem der Preis des Geldes sich monopolfrei marktwirtschaftlich regelt. Dabei genügt  schon die Ankündigung – die Krise kann schon morgen vorbei sein!

Was hält Ihr davon? Hier der Film:

Darauf haben wir alle schon lange gewartet!

Nach der Premierenfeier im Benefactum Lab, ist es nun endlich online. Hier ist es, das Video der Wachstumsbar im TaK! Vielen Dank an Klaus Abbrederis, der sehr viel Zeit und Herzblut in diesen Film gesteckt hat! Los, Applaus für Klaus!!

Aktion UweHabt Ihr auch schon mal einem Obdachlosen etwas Geld gegeben und irgendwie das ungute Gefühl gehabt, dass Ihr damit seine Situation nur noch verschlechtert? So ging es auch Ole Seidenberg aus Berlin, als in Uwe um einen Euro bat. Schaut selbst wie der junge Experte für Soziale Medien reagiert hat und was die Beiden seither auf die Beine gestellt haben. Ein eindrückliches Beispiel dafür, wie soziale Medien sinnvoll eingesetzt werden können. Lasst Euch inspirieren!!

Vom 6. bis zum 29. November findet im Innsbrucker Kongresszentrum die uns nächste World Press Photo Ausstellung statt. Die in Zürich fand leider schon im Mai statt.

Bei den World Press Photo Awards werden jährlich die weltbesten Pressefotos verschiedener Kategorien (z.B. News, Sports, Arts & Culture, Nature…)  gekührt. Dies sind die Gewinner diesen Jahres. Und das Folgende wurde zum World Press Photo of the year 2008 ernannt.

wpp
Quelle: www.yourshot.eu/blog/71265-suauwinner.jpg

Auf Anfrage der wiener Benefactoren hier noch die Daten zur Ausstellung in Wien: 30. Oktober bis 29. November in der Galerie Westlicht in Wien. Über einen Besuch würden sich die Benewiener freuen!

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